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DESCRIPTION:Inspiriert vom juristisch und genretechnisch epochemachenden „D
 eep Throat“ (1972)\, inszeniert John Waters gekonnt dilettantisch noch im 
 selben Jahr seinen Beitrag zum Wettkampf um den Titel der schmutzigsten Pe
 rson der Gegenwart. Nie wurden inzestuöse Fellatio und Babyhandel mit vers
 klavten Collegegirls so avantgardistisch in Szene gesetzt. Mangelndes Budg
 et und die provozierte Camp-Ästhetik gaben sich dabei die Klinke in die Ha
 nd.\n\nZurecht fragte sich der Pionier des queeren Schundfilms\, welch für
  die Leinwand bisher unbekannten Abscheulichkeiten auf legalem Wege nach S
 tart der Pornowelle noch umgesetzt werden können. Und er enttäuscht nicht.
  Denn dieser Film macht betroffen. Neben dem Verdrängten der vermeintlich 
 sexpositiven 70er zeigt uns der Film auch die Utopie des sexuell Möglichen
 . Nicht nur präsentiert uns der neue audiovisuelle Sex die Macht des Kinos
  der kleinen Leute\, sondern rückt auch die Randgruppenerotik und deren Ve
 rständnis von Schönheit ins Rampenlicht.\n\nJohn Waters zum 80.\n\nJohn Wa
 ters wurde am 22. April 1946 in Baltimore als Sohn katholischer Eltern geb
 oren. In der Schule scharte er bereits eine Gruppe um sich\, die sein Kuns
 tverständnis teilte: Die „Dreamlanders“\, wie sich Cast und Crew fortan na
 nnten\, wurden mit John Watersʼ ersten Langfilmen „Multiple Maniacs“\, „Pi
 nk Flamingos“ und „Female Trouble“ zu Ikonen. Einer seiner Stars war Harri
 s Glenn Milstead\, besser bekannt als Divine. \n\nDie Filme von John Water
 s erlangten große Underground-Berühmtheit und trugen maßgeblich zur Entwic
 klung des Midnight-Movie-Formats bei. Seine größten Vorbilder waren Rainer
  Werner Fassbinder\, Ingmar Bergman\, Herschell Gordon Lewis und William C
 astle. Abseits des guten Geschmacks kreierte der selbst ernannte „Schmudde
 lkönig von Hollywood“ Filme\, die bewusst das bisherige Kinoverständnis in
 frage stellten und durch zahlreiche Tabubrüche die Zensur provozierten. Di
 es gelang ihm stets mit beißendem Humor und einer scharfsinnigen\, hinterg
 ründigen Inszenierung. Seine Themen haben bis heute nichts von ihrer Aktua
 lität verloren.\n\n\nLand: USA\nJahr: 1972\nRegie: John Waters\nDarsteller
 : Divine\, Davis Lochary\, Mink Stole\nLänge: 93 Min.\nSprache: Englisch\n
 Sprachformat: Originalfassung mit deutschen Untertiteln\nKopienformat: 35 
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